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 "Rente mit 67 ein Gebot der Fairness zwischen den Generationen" "Rente mit 67 ein Gebot der Fairness zwischen den Generationen"

21. August 2010

 

Bei der SPD herrscht organisierte Verantwortungslosigkeit

-Populistische SPD-

 

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat der SPD angesichts ihres Abrückens von der Rente mit 67 "Wirklichkeitsverweigerung à la Linkspartei" vorgeworfen.

"Wer die Grundrechenarten beherrscht, weiß, dass die Rente mit 67 ein Gebot der Fairness zwischen den Generationen ist", schrieb Gröhe in einem Namensbeitrag für die "Welt". "Nur wenn wir etwas länger arbeiten, können wir unseren Standard halten, ohne dass die Kosten unseres Rentensystems explodieren."

Der vollständige Beitrag im Wortlaut:

 

Beim neu entflammten Streit um die Rente mit 67 geht es auch um den grundlegenden Kurs der SPD. Sie steht einmal mehr vor der Frage: Hat sie den Mut zur unbequemen Wahrheit, oder übt sie sich in Wirklichkeitsverweigerung im Wettstreit mit der Linkspartei? Sigmar Gabriel hat die populistische Karte gezogen und sich damit von einem entscheidenden Beitrag zur Generationengerechtigkeit verabschiedet, den Union und SPD einst gemeinsam beschlossen haben. Noch hält Frank Walter Steinmeier dagegen.

 

Wer die Grundrechenarten beherrscht, weiß, dass die Rente mit 67 ein Gebot der Fairness zwischen den Generationen ist, werden wir alle doch erfreulicherweise immer älter. Wer anderes behauptet, streut den Bürgern Sand in die Augen. Nur wenn wir etwas länger arbeiten, können wir unseren Standard halten, ohne dass die Kosten unseres Rentensystems explodieren.

 

Deswegen wurde beschlossen, das Renteneintrittsalter schrittweise zu steigern - so dass in 19 Jahren (also erst 2029!) die Menschen zwei Jahre länger arbeiten müssen. Also Rente mit 67 - nicht mehr und nicht weniger. Damit wird niemand überfordert: In den letzten fünf Jahren hat sich die Erwerbstätigenquote der über 55-Jährigen um fast zwölf Prozentpunkte erhöht. Tendenz steigend. Die alten Eisen werden zunehmend zum Edelmetall.

 

Die entscheidende Frage im Hinblick auf Wohlstandssicherung lautet vor diesem Hintergrund: Schafft es Deutschland, auch mit einer alternden Gesellschaft, neugierig und innovativ zu bleiben? Dazu muss es uns gelingen, die Jungen und Alten zusammen zu führen. Warum sollten sich auch Innovationskraft und Erfahrungsschatz behindern? Mir will das nicht einleuchten. Das Hadern der SPD ist kurzsichtig. Schlimmer noch: Gabriel spielt mit seinem Populismus skrupellos die Generationen gegeneinander aus.

 

Schafft man die Rente mit 67 ab, schießen die Beiträge für die Arbeitnehmer in die Höhe. Gleichzeitig schürt die SPD Ängste, wenn sie vom Dachdecker spricht, der künftig noch mit 67 über die Giebel steigen muss. Die Berufswelt ist doch längst ideenreicher und weitaus praktischer als trockene Parteitagsbeschlüsse! Wer Erfahrung hat, kann die Jungen anlernen oder im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Für die SPD geht es hier um sehr viel. Es ist eine Entscheidung über Haltung oder Populismus der deutschen Sozialdemokratie.

 

Egal, wer von beiden - Gabriel oder Steinmeier - die Debatte in der SPD gewinnt: Der Unterlegene kann eigentlich seinen Hut nehmen.


In: Die Welt, 14.08.2010

 

Bei der SPD herrscht organisierte Verantwortungslosigkeit
Die SPD hat als Opposition jegliches Verantwortungsbewusstsein über Bord geworfen.
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Sigmar Gabriel handelt verantwortungslos
Rente mit 67 - Gabriel spaltet die SPD
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Deutschland braucht ältere Arbeitnehmer
Die SPD betreibt mit der Forderung, die Rente mit 67 wieder abzuschaffen, blanken Populismus.
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Der demografische Wandel wartet nicht
Der demografische Wandel ist eine große Herausforderung. Wer das nicht zur Kenntnis nimmt und abwartet, gefährdet den Wohlstand des Landes und die Stabilität der Rentenversicherung.
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