Wir sind Nachbarn

01. April 2010

 

Würdigung des am 14. April 2009 verstorbenen Dr. Heinz Böttrich

-Träger des Grossen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie des Sächsischen Verdienstordens-

 

Böttrich dürfte vielen Chemnitzern in erster Linie als Hals-, Nasen- und Ohrenarzt bekannt sein. Obwohl Vater Böttrich Ingenieur bei Hartmanns war, verkündete sein jüngster Sohn schon frühzeitig unbedingt Arzt werden zu wollen.

 

Doch gerade fürs Medizinstudium immatrikuliert, musste er zum Reichsarbeitsdienst und dann an die Front.

Von den 22 Jungen seiner Klasse kehrten nur 5 heim. Als Hilfspfleger begann er vor 65 Jahren im heutigen Klinikum, studierte danach in Jena und Greifswald.

Nach dem Staatsexamen behann er im Klinikum Chemnitz, und wurde 1957 Arzt in eigener Niederlassung mit Belegbetten.

 

Er gründete 1945 mit Gleichgesinnten die Chemnitzer CDU und war bis zu seinem Ableben, das älteste CDU-Mitglied Deutschlands.

Dr. Böttrich engagierte sich stark politisch und übte dabei auch heftige Kritik an den Blockparteien der DDR. Er fungierte seit 1963 als Stadt- und Bezirksrat und leitete die Ständige Kommission für Gesundheits- und Sozialwesen.

Die Auszeichnung "Verdienter Arzt des Volkes in der DDR" trug er mit Stolz.

 

Nach der politischen Wende in der DDR arbeitete er weiterhin als Arzt und kandidierte im Wahlkampf 1990. Die höchste Stimmenzahl in Chemnitz war sein Lohn.

Als Alterspräsident eröffnete er im Oktober 1990, die erste Legislaturperiode des Sächsischen Landtages und im Anschluss ebenso die zweite Legislaturperiode, im Oktober 1994.

 

1995 erhielt er von Bundespräsident Roman Herzog das Grosse Verdienstkreuz. 2000 wurde ihm der Sächsische Verdienstorden von Ministerpräsident Kurt Biedenkopf verliehen.

Im Jahr 2001 zog er sich von Praxis und politischem Amt zurück. Bis zu seinem Ableben war Heinz Böttrich noch immer viel in ehrenamtlichen Missionen unterwegs insbesondere für die Chemnitzer Tafel, deren Schirmherr er bis 2008 war.

 

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„Strompreise - welche Kostenbelastungen kommen auf sächsische Unternehmen zu, welche Chancen und Risiken bringt die Energiewende für die sächsische Wirtschaft?"

statt.

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