
29. März 2011
Sauberes Trinkwasser in Tokio
Zu den Schrecken der vergangenen Tage kommt in Japan ein weiterer hinzu: Nach dem Tsunami, dem Erdbeben und dem GAU im Kernkraftwerk Fukushima, wurde nun erhöhte Radioaktivität im Trinkwasser der Hauptstadt Tokio gemessen.
Die Behörden sprachen eine Warnung für Kleinkinder aus, das Leitungswasser zu trinken. Das Recht auf sauberes Trinkwasser ist ein elementares, völkerrechtlich zugesichertes Menschenrecht. Dennoch haben 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Mit dem Weltwassertag, der am 22. März weltweit begangen wurde, haben die Vereinten Nationen dies besonders betont. Betroffen sind vor allem Menschen in Afrika. Wie fragil die Wasserversorgung aber auch in westlichen Ländern sein kann, zeigt die aktuelle Lage in Japan.
Frank Heinrich, Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag zu den Themen "Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung" sowie "Humanitäre Hilfe", sieht die weltweite Entwicklung und den aktuellen Anlass mit großer Sorge. Er betont die weitere Notwendigkeit einer Priorisierung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auf den Sektor Wasser. Damit müssen Investitionen in die Entwicklung wirksamer Technologien zum Filtern und Recycling von Wasser Hand in Hand gehen, fordert der Menschenrechtler, der in seiner Heimatstadt Chemnitz bereits einen Runden Tisch von Unternehmern, Politikern und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit initiiert (GIZ) hat.
PRESSEMITTEILUNG
Berlin, 23.03.2011
Frank Heinrich, MdB
Abgeordneter des Wahlkreises Chemnitz
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