Präimplantationsdiagnostik (PID) - ein kontroverses Thema

Am 20. April 2011 fand im Rahmen einer Veranstaltung der Senioren Union Chemnitz eine Diskussion zu einem der kontroversesten Themen in der aktuellen Zeit statt. „Präimplantationsdiagnostik gefährdet die Menschenwürde" lautete der Titel des Nachmittags. Mit dem Kreisvorsitzenden der CDU Chemnitz und Mitglied des Deutschen Bundestages Frank Heinrich und der Vorsitzenden der Senioren Union Chemnitz Uta Bischoff debattierten 40 Besucher um pro und contra der PID.

 

Ausgelöst wurde die Diskussion durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes vom Juli 2010, der die PID in einer bestimmten Form auch im Rahmen des Embryonenschutzgesetzes für zulässig erklärte. So besteht in einem engen Rahmen die Möglichkeit Embryos auf genetische Krankheitsdispositionen vor einem möglichen Transfer in die Gebärmutter zu untersuchen.


Die Forderung nach einer genauen gesetzlichen Regelung folgte und sorgt weiter für erhitzte Diskussionen. Ist es vertretbar (moralisch wie gesetzlich) Embryonen nach genetischen Defekten zu untersuchen und entsprechend die Entscheidung zu treffen, das Kind nicht zu bekommen? Ist so der Suche nach dem „Wunschkind" Tür und Tor geöffnet? Auch die Mitglieder der Senioren Union Chemnitz scheinen diesbezüglich unterschiedliche Auffassung zu vertreten. Zum Einen stand die Frage, ab wann von menschlichem Leben gesprochen werden kann und ob Ärzte, eine Ethikkommission oder die potentiellen Eltern das Recht haben, einem Embryo die Chance auf Leben zu verweigern. Zum Anderen wurde aber auch die Frage diskutiert, ob bei Gendefekten die eine Lebenserwartung von maximal 1 Jahr vermuten lassen es nicht möglich sein kann, den Embryo erst gar nicht in die Gebärmutter einzusetzen. Der Hinweis, dass nur bei einer sehr begrenzten Zahl an Fällen PID überhaupt zulässig sein soll, wurde ebenso energisch debattiert und mit Hinweis auf die Folgen der Abtreibungsregelungen als Öffner für eine ausufernde Untersuchung von Embryos nach potentiellen Krankheitsbildern abgelehnt.


Frank Heinrich und Uta Bischoff haben klar gegen eine Erlaubnis der PID Position bezogen. Die Befürchtung besteht, dass durch ein kleine Öffnung ein Folgediskussion über weitere Ausnahmegenehmigung usw. der Weg zum „Bausteinkind" frei gemacht wird und dass der gute und vertretbare Grundgedanke Missbrauch ermöglicht. Auch die Mehrheit der Senioren Union Chemnitz folgte trotz aller Bedenken dieser Argumentation und wünscht sich dementsprechend eine entschiedene Position der CDU und ihrer Abgeordneten im Bundestag.

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